Miso-Tahini Dressing (Probiotisch)

Schnelles Dressing mit gesundem Miso, Tamari und Reisessig
Miso-Tahini Dressing

Miso-Tahini Dressing klingt schon einmal vielversprechend, findest du nicht? Ich bin ein großer Fan von Bowls und vor allem von schnellen, veganen Dressings. Vegane Gerichte, oder Bowls mit verschiedenen Komponenten kann man vielseitig zusammenstellen. Dabei sind die Variationsmöglichkeiten grenzenlos. Gesunde, vollwertige Kohlenhydrate, kombiniert mit Gemüse und einer Proteinquelle. Fertig ist die Bowl, oder? Nein, eben nicht, das Wichtigste fehlt noch und das ist das Dressing. Genau aus diesem Grund möchte ich dir heute dieses geniale, einfache und leckere Dressing vorstellen. Es ist voller Aromen und wenn du magst, kannst du es sogar noch mit lebendigen Kulturen aufwerten. Wie das geht, was Miso mit Umami zu tun hat und noch viele weitere Infos erfährt du in diesem Beitrag.

Miso-Tahini Dressing selber machen

Miso-Tahini Dressing

Was brauchst du für das Dressing?

  • Tahini = Sesampaste, gibt es in heller und dunkler Form. Helles Miso besteht aus geschälten Sesamsamen, dunkleres Miso aus ungeschälten Samen (hier hast du die gesunden Bestandteile der Schale auch mit drin, es ist aber nicht so hell in der Farbe). Bitte aufpassen, es gibt Tahini Varianten, die bereits gesalzen sind. Abschmecken und im Zweifel weniger Tamari verwenden.
  • Ahornsirup = sorgt für die nötige Süße, gerne ersetzen durch ein anderes Süßungsmittel deiner Wahl wie Dattelsirup, Agavensirup oder Rohrohrzucker. Bitte beachte, dass Agavensirup und Rohrohrzucker eine stärkere Süßkraft haben und eine geringere Menge ausreicht.
  • Sesamöl = ich verwende geröstetes Sesamöl zum Verfeinern, das einen Besonderes feinen Geschmack besitzt. Solltest du das Öl nicht zuhause haben, dann einfach weglassen.
  • Ingwer = am besten frischen Bio-Ingwer verwenden. Hinweis: Bio-Ingwer muss nicht geschält werden und kann mit Schale verwendet werden.
  • Knoblauch = Alternativ kannst du auch Knoblauchgranulat verwenden, was aber meine zweite Wahl wäre, da es nicht so intensiv schmeckt wie eine frisch gepresste Knoblauchzehe.
  • Miso Paste = mehr Informationen zu Miso gibt es weiter unten im nächsten Absatz.
  • Tamari = sorgt für eine intensive, kräftige Note. Alternativ Sojasauce oder Coconut Aminos verwenden.
  • Reisessig = ist ein besonders milder asiatischer Essig, der aus Reis hergestellt wird. Alternativ kannst du Apfelessig verwenden, allerdings verändert das den Geschmack ein wenig.
  • Wasser = unbedingt notwendig zum Verdünnen des Dressings. Besonders cremig wird es, wenn du alles zusammen in einem Hochleistungsmixer aufmixt.

Was genau ist eigentlich Miso und Umami?

Miso-Tahini Dressing

Miso wird aus fermentierten Sojabohnen und/oder Reis hergestellt. Die Konsistenz ist dickflüssig und ähnelt einer Pastete. Im Herstellungsprozess werden die Sojabohnen zusammen mit einem Schimmelpilz namens Koji fermentiert und es entsteht ein einmaliger Geschmack, der auch Umami genannt wird.

Umami wird oft als der geheime Geschmack bezeichnet. Wir sind bereits mit den Geschmäckern salzig, süß, sauer und bitter vertraut. Umami ist die sogenannte fünfte Geschmacksrichtung, die eben sehr einzigartig schmeckt. Am besten du probierst es einfach selber aus.

Wie gesund ist eigentlich Miso?

Miso-Tahini Dressing

Wie oben beschrieben ist Miso ein fermentiertes Lebensmittel und somit eine gesunde Quelle für Probiotika. Was sind wiederum Probiotika? Das sind Mikroorganismen (vor allem Bakterien und manche Hefepilze) mit besonders gesundheitsförderlichen Eigenschaften für den menschlichen Organismus. Studien zeigen, dass die einen positiven Einfluss auf das Gleichgewicht der Darmflora haben. Bildlich kann man sich vorstellen, dass Probiotika die gesunden Helfer im Darm stärken und den bösen Buben die Schranken weisen. Manche dieser Mikroorganismen können sogar antibiotische Abwehrstoffe gegen krankmachende Keime produzieren oder die Aktivität von Immunzellen steigern. Die faszinierende Welt unseres Mikrobios und der Wirkungsweise von Mikroorganismen im Darm werden derzeit intensiv erforscht.

TIPP: Fermentierte Lebensmittel wie Miso, Kefir oder milchsauer vergorenes Gemüse sollten nie gekocht, sondern immer als Rohkost verzehrt werden. Die Bakterien würden im Zuge der Hitzeeinwirkung zerstört werden und ihre Wirkung verlieren. Wenn du Miso in einer Suppe verwenden möchtest, dann rühre es erst nach dem Servieren ein, wenn sie schon ein wenig abgekühlt ist. Wichtig! Probiotische Lebensmittel können ihre Wirkung nur bei regelmäßigem Verzehr entfalten, es reicht nicht, hier und da mal eine kleine Menge zu essen.

Hier noch ein paar weitere Informationen zu Miso:

  • Der regelmäßige Verzehr von Miso kann die Gesundheit deines Darmmikrobioms unterstützen und sich somit positiv auf deine Allgemeingesundheit auswirken
  • Natürliche Quelle für Kupfer, Mangan, Zink, und Vitamin K
  • Achte darauf, dass dein Miso eine hohe Qualität hat und nicht aus genveränderten Sojabohnen hergestellt wurde. Es sollte zu dem nicht pasteurisiert und auch nicht ultra-hocherhitzt worden sein, da diese Prozesse die empfindlichen Mikroorganismen zerstören können. Ich bin in diesem Bereich großer Fan von Complete Organics, die in München handgemacht hergestellt werden (unbezahlte Markennennung)
  • Traditionelles Miso ist glutenfrei, bitte prüfe aber nochmal das Etikett, um sicherzugehen
  • Das beliebteste Miso ist das Shiro Miso (mild bis süsslich), daneben gibt es noch das Genmai Miso (halbsüß bis vollmundig), Mame Miso (intensiv), Mugi Miso (salzig bis vollmundig) und Hatcho Miso (2-3 Jahre gereift und sehr kräftig).
Miso-Tahini Dressing

Jetzt hast du definitiv einen Grundstock an Wissen, um mit Miso loszulegen. Ich freue mich schon auf meine nächste Bowl mit Miso Dressing. Ansonsten kannst du damit jeden Salat oder asiatisches Gericht verfeinern. Lass deiner Fantasie einfach freien Lauf. Ich denke da zum Beispiel an meine asiatische Bowl mit Erdnussbutter Tempeh oder die Blumenkohl Wings süß-sauer.

Das ist:

  • Asiatisch
  • würzig
  • Aromatisch
  • voller mikrobiotischem Leben
  • einfach gemacht

Na, hast Du Lust bekommen auf dieses leckere, vegane Dressing? Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nachmixen und natürlich über eine Bewertung ganz unten auf dieser Seite. Falls Du ein Bild postest, dann benutze gerne den Hashtag #veganevibes.

Miso-Tahini Dressing

Miso-Tahini Dressing (Probiotisch)

Einfaches, leckeres asiatisches Dressing mit lebendigen probiotischen Bakterienkulturen aus Miso. Ideal zur Unterstützung eines gesunden Darm-Mikrobioms. Intensiv, mit dem einzigartigen Umami-Geschmack, zur Verfeinerung von Salaten, Bowls und asiatischen Gerichten.
5 von 1 Bewertung
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Arbeitszeit 10 Minuten
Gericht How-to
Land & Region asiatisch
Kalorien 125
Keyword 10 Minuten, asiatisch, dressing, glutenfrei, miso, vegan

Zutaten

4 Portionen
  • 2 Stück Knoblauchzehen gepresst oder fein gehackt, alternativ 1 TL Knoblauchgranulat
  • 7,5 ml Sesamöl
  • 15 ml Tamari
  • 22,5 ml Ahornsirup oder ein anderes Süßungsmittel nach Wahl
  • 15 ml Reisessig
  • 60 g Tahini
  • 1 EL Miso Paste
  • 2 TL Ingwer Frisch gerieben oder 1 TL Ingwerpulver
  • 80 ml heißes Wasser
  • 1 Bird Eye Chili optional für mehr Schärfe

TOPPINGS:

Anleitungen
 

  • FÜR DAS DRESSING: Knoblauchzehen, Sesamöl, Tamari, Ahornsirup, Reisessig, Tahini, Miso Paste, Ingwer, heißes Wasser (und optional Bird Eye Chili) in eine Schüssel geben und einem Schneebesen verquirlen.
  • Alternativ in einem Hochleistungsmixer fein mixen.
  • Über eine Bowl, Salat oder Gericht nach Wahl geben und genießen!
  • Hält in einem luftdicht verschlossenen Behälter bis zu 3 Tage im Kühlschrank.

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Nährwertangaben

Portion: 1PortionKalorien: 125kcalKohlenhydrate: 8gProtein: 3gFett: 10gGesättigte Fettsäuren: 1gNatrium: 226mgKalium: 82mgBallaststoff: 1gZucker: 4gVitamin C: 2mgKalzium: 27mgEisen: 1mg

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