Endlich gibt es mal wieder ein HOW TO und heute geht es einzig und allein um meine Lieblingsnüsse, Cashews! Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie ich ohne meine geliebten Cashews überleben könnte. Sie sind einfach so schön vielseitig einsetzbar, egal ob es sich um süße oder herzhafte Gerichte handelt. Besonders Dips, Sauce, Sahnen und Frostings werden einfach herrlich damit. Dabei stellt sich aber immer wieder die Frage des Einweichens. Wie weiche ich die Cashews am besten ein? In kaltem oder warmen Wasser? Muss ich sie überhaupt einweichen und wie lange überhaupt? Fragen über Fragen, die ich alle in diesem Betrag für Dich beantworte. Los geht’s!

Wie gesund sind Cashews?

Bevor wir uns mit der Frage des Einweichens beschäftigen, wollten wir zunächst einen kurzen Blick auf die Cashewnuss und ihre Inhaltsstoffe werfen. Wenn man gelegentlich auf der Couch eine Hand voll der Nüsse nascht, dann vermutet man zunächst einmal nicht, dass sie auf einem Baum wachsen. Tatsächlich aber wächst die Cashewnuss in tropischen Bäumen und ist die Frucht des Cashewapfels. Die Cashewnuss alleine schmeckt nussig-mild mit einer leichten, angenehmen Süße. Insgesamt schmeckt sie wesentlich neutraler als viele andere Nussorten und eignet sich deshalb sehr gut für den Einsatz in süßen, sowohl auch in herzhaften Gerichten. Die Vielseitigkeit ist aber nicht alles, was die Nuss zu bieten hat, denn sie ist voller gesunder Vital- und Nährstoffen:

  • B-Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6 und B9), wichtig für Nerven, Konzentration und Energie
  • Tryptophan, eine Aminosäure aus der der Botenstoff Serotonin hergestellt wird. Wirkt antidepressiv, stimmungsaufhellend und entspannend. Besonders interessant für Menschen mit Schlafproblemen, aufgrund der schlaffördernden Eigenschaften (Hinweis: Es gibt kaum ein anderes Lebensmittel, bei dem der Anteil an Tryptophan derart hoch ist)
  • Hochwertiges, pflanzliches Eiweiß (18 Gramm auf 100g Cashewkerne)
  • Reich an Magnesium und Phosphor, wichtig für Knochen und Enzym-Aktivität
  • Hoher Anteil an ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, können sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem und der Regulierung des Cholesterinspiegels auswirken
  • Eisen, wichtiger Teil des Hämoglobins, elementarer Bestandteil der roten Blutkörperchen

Cashews einweichen, warum?

HOW TO Cashews richtig einweichen

Bevor wir uns mit der Frage des Einweichens beschäftigen, stellt sich doch zuerst die Frage ob man sie überhaupt einweichen muss. Die Antwort lautet ganz klar Nein! Allerdings hat das Einweichen zwei ganz entscheidende Vorteile:

  • Die Nüsse weicher und lassen sich besser verarbeiten, vor allem wenn der Mixer nicht besonders leistungsstark ist. Ich verwende einen Hochleistungsmixer, mit dem ich Cashews auch ohne Einweichen sehr fein verarbeiten kann. Ich habe mein Modell unten verlinkt (Werbung wegen Produktnennung, aber selbst gekauft)
  • Das Einweichen zersetzt Anti-Nährstoffe, allen vorweg Phytinsäure. Sie hemmt die Aufnahme von Vitaminen und Proteinen und verhindert die Aufnahme von wertvollen Mineralstoffen aus Nüssen, Samen, Getreidekörnern und Hülsenfrüchten. Durch das Einweichen wird der Gehalt an Phytinsäure abgebaut.

Hinweis: In geringen Mengen soll die Phytinsäure eine antioxidative und antikanzerogene Wirkung auf den menschlichen Körper haben. Bedenklich kann sie erst werden, wenn Du hohe Mengen davon verzehrst. Lasse Dich im Zweifel von einer ausgebildeten ErnährungsberaterIn oder von einem Arzt beraten.

Cashewkerne richtig einweichen

Je nachdem wieviel Zeit ich habe, verwende ich unterschiedliche Einweichmethoden, die sich für mich gut bewährt haben.

LONG-SOAK-METHOD (Dauer 6 Stunden): Cashews in ausreichend kaltem Wasser einweichen und abdecken. Wasser nicht zu knapp bemessen, Faustregel ist die doppelte Menge Wasser. Nach 6 Stunden oder einer Nacht abgießen, mit reichlich kaltem Wasser abwaschen und verarbeiten. *Einweichwasser wegschütten und nicht weiterverarbeiten

QUICK-SOAK-METHOD** (Dauer 60 Minuten): Cashews in eine hitzebeständige Schüssel geben und mit reichlich kochend heißem Wasser übergießen. NICHT ABDECKEN und eine Stunde ziehen lassen. Abgießen, mit reichlich kaltem Wasser abwaschen und verarbeiten. *Einweichwasser wegschütten und nicht weiterverarbeiten

SUPER-QUICK-SOAK METHOD** (5 MINUTEN): Wenn Du wirklich gar keine Zeit hast, Cashews in einen Topf geben, reichlich mit Wasser auffüllen und zum Kochen bringen. Kurz nach dem Siedepunkt ausschalten, (im Idealfall 5 Minuten ziehen lassen), abgießen mit reichlich kaltem Wasser abwaschen und verarbeiten. *Einweichwasser wegschütten und nicht weiterverarbeiten

** Leider habe ich keine Daten über das Zersetzen der Phytinsäure bei den Quick-Soak Methoden. Sehr wahrscheinlich wird die Säure erst bei einer längeren Einweichzeit zersetzt.

Ehrlich gesagt denke ich, dass mein Blog ohne Cashews gar nicht existieren könnte. Ich habe schon so viele Rezepte damit gemacht.

2 Kommentare

  1. Jetzt kenne ich die verschiedenen Methoden. Aber welche verwende ich wann? Bei welchem Gericht etc.
    was ist der Vor- oder Nachteil der einzelnen Methoden?

  2. Hallo Irene,

    es ist egal welche Methode man für egal welches Rezept verwendet, der Unterschied ist wie bereits geschrieben lediglich die Dauer der Einweichzeit. Hier zählt lediglich wie schnell es gehen muss, bis man die Cashews benötigt. Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

    Liebe Grüße
    Caro

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